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Josy
Bewertung: - Abstimmungen: 0 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Mittwoch, den 24. Oktober, 2001 - 16:57: |   |
Hallo ihr... im Moment machen wir in Biologie Evolution... eigentlich ein ganz schönes Thema... (besser als Genetik ;) ) na ja...nur in mir ist eine dicke Frage stark geworden. Also, es wird ja gesagt, die Tiere, Menschen, Pflanzen haben sich im Lauf der Geschichte verändert, weiterentwickelt. Sie haben sich den Umweltbedingungen angepasst und konnten so, wenn sich das Umfeld veränderte (falls sie den Standort wechselten oder bei Klimaveränderungen) überleben. Das finde ich logisch, ist geschickt von den Tieren, nur wie machen sie das??? Es müssen sich doch die Geninformationen verändern, damit die Veränderung am oder im Tier an die nächste Generation weitergegeben wird, denn falls ein Tier in eine neue Umgebung kommt, kann es sich teils anpassen, das wird aber nicht in die Gene eingeschrieben, sondern trifft nur auf das jeweilige Tier zu, und die folgende Generation besitzt wieder die ursprünglichen unveränderten Merkmale. Nur, die Evolution hat doch stattgefunden, wie konnten sich dabei aus einer Art mehrere verschiedene Arten entwickeln? Waren das alles Zufälle? Verschiebungen bei den Genen der Tiere? Eigentliche Fehler, die dann gutes vollbracht haben? Können so viele Zufälle überhaupt noch Zufälle sein? Bitte helft mir, denn genau das verhindert es, dass ich das Thema verstehe... liebe Grüße Josie |
   
Isabello (Isabello)
Bewertung:  Abstimmungen: 2 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Donnerstag, den 25. Oktober, 2001 - 11:12: |   |
Also, erstmal muss gesagt werden, dass Lebewesen, also, Menschen, Tiere, Pflanzen und so weiter, sich nicht anpassen, sondern angepasst werden, dass sie von der Umwelt selektiert werden. Mit diesem Wissen betrachtet man die Situation schon ganz anders. Wie kann es nun passieren, dass aus einer Art zwei Arten werden, um mal ein Beispiel aus der Evolution aufzugreifen. Erstmal muss man wissen, was eine Art ist. Zu einer Art gehoeren alle Individuen, die sich paaren koennen und fruchtbare Nachkommen haben. Deshalb gehoeren Pferd und Esel zum Beispiel nicht zur gleichen Art. Wie kommt es nun zu dieser Aufspaltung? Damit es zu dieser Veraenderung kommt, muss ein Teil der Population abgespalten werden, damit es nicht wieder zu Vermischungen kommt. Das geschah oft durch Besiedlungen von Iseln oder durch den Einschnitt von Landschaften durch Fluesse oder Canyons. Auch zerschnittene Waelder im Urwald koennen dazu beitragen. Ein typisches Beispiel sind die Galapagosinseln. Durch Stuerme oder treibende Baumstuempfe sind auf der ehenmalige sterilen Vulkaninsel Pflanzen und Tiere gelandet.Die Pioniere konnten sich zuerst ansiedeln und boten so Nahrung fuer die anderen und bildeten den Boden. Die Tiere, sagen wir mal, die Finken, kamen mit dem Nahrungsangebot klar und vermehrten sich so stark, dass es zu Konkurrenz kam. Das heisst, dichtebegrenzende Faktoren wirkten auf die Population ein, es fand Selektion statt. Selektion beruht aber immer auch auf Mutationen. Mutationen, also Veraenderungen im Erbmaterial, finden immer statt, nur haben sie in stabilen Populationen keine Auswirkungen.Sie sind meistens nicht so gravierend, manchmal ist es nur die Veraenderung eines Enzyms oder eines Proteins. Bei den Finken war es nun anders. Dort passierte es, dass Finken mit einem zum Beispiel staerkeren Schnabel besser harte Nuesse knacken konnten und somit auf ein anderes Nahrungsangebot zurueckgreifen konnten. Damit wichen sie der Konkurrenz der anderen aus oder ueberlebten eher bei Nahrungsknappheit. Andere wichen zum Beispiel auf andere Nistplaetze aus und so trennten sie die Gruppen. Zusaetzlich kam es zu Separationen durch die Trennung auf einzelne Inseln. Im Laufe von Hunderten von Jahren wurden die Tiere immer besser an die Natur angepasst und die Diversitaet wuerde groesser. Also, kurz gesagt, in stabilen Population sterben Mutanten eher, weil sie auffaelliger sind oder Krankheiten haben und haben damit weniger Nachkommen als die Mehrheit. Damit bleibt die Population stabil und es kommt keine Evolution zu stande. Veraendert sich die Umwelt, haben Mutanten teilweise bessere Ueberlebenschancen und damit mehr Nachkommen und es koennen neue Arten entstehen. Ich hoffe, das war halbwegs verstaendlich.Ich beantworte gern weitere Fragen. |
   
s.holler (Biologe)
Bewertung: - Abstimmungen: 0 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Donnerstag, den 25. Oktober, 2001 - 15:09: |   |
soweit ist die obige Erklärung schon ganz gut, ich will es dennoch etwas prägnanter versuchen. Jede Population hat eine gewisse genetische Variabilität, die aufgrund der Durchmischung des Erbgutes auch nicht so leicht verloren geht. Unter bestimmten Umweltbedingungen wird die Mehrzahl der Individuen optimal an diese Bedingungen angepaßt sein, aber es gibt immer auch Individuen die eine etwas andere genetische Ausstattung als die optimale haben. Kommt es nun zu Veränderungen der Umweltbedingungen, so wirkt der Selektionsdruck in eine andere Richtung und diese Individuen haben nun bessere Überlebenschancen. Das Beispiel der Galapagosinseln zeigt, wie eine Art nicht besetzte ökologische Nischen besetzt und damit Ernährungs- und Lebensweisen übernimmt, die eigentlich untypisch sind. Ohne genetische Variabilität würde das nicht fuktionieren. Stephan http://www.biowissen4you.de |
   
Josy
Bewertung: - Abstimmungen: 0 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Donnerstag, den 25. Oktober, 2001 - 17:52: |   |
ok, variabilität, galapagos-inseln, alles gut... also, bei den finken z.B.ist durch zufall eine Mutation entstanden, die dickere Schnabel hatte und so in Gebieten, wo dickere Schnäbel bei der Nahrungssuche erfolgreicher waren, und haben sich dann so durchgesetzt und vermehrt... aber... wenn durch Zufall aus einer ente ein Flamingo entsteht (hab ich heute gelernt *g*) also durch irgendwelche Mutationen, wie Variabel sind gene, dass beine von Tieren plötzlich nne halben Meter länger sind??? Ist es denn richtig, dass alles Muationen sind, oder gibt es noch andere Möglichkeiten für die Tiere sich weiterzuentwickeln? nicht, oder? also, alles zufall?!? liebe Grüße Josie |
   
Josy
Bewertung: - Abstimmungen: 0 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Donnerstag, den 25. Oktober, 2001 - 17:54: |   |
p.s. an den Moderator, wollte dir ne mail schicken, dass ich mein Passwort unter "Josie" vergessen habe, gibt es eine Möglichkeit das wiederzukriegen? hab dem Moderator schon ne Mail geschickt, aber die is zurückgekommen, konnte nich verschickt werden ..... |
   
s.holler (Biologe)
Bewertung: - Abstimmungen: 0 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Freitag, den 26. Oktober, 2001 - 08:31: |   |
Hallo Josie, also Evolution verläuft nicht auf einen Schlag von der Ente zum Flamingo, sondern in vielen kleinen Schritten. So ist die durschnittliche Beinlänge der Flamingos sicher nur cm-weise größer geworden. Stephan http://www.biowissen4you.de |
   
Josy
Bewertung: - Abstimmungen: 0 (Abstimmen!) | | Veröffentlicht am Samstag, den 27. Oktober, 2001 - 16:22: |   |
ok, danke euch.... also ist es richtig wenn man von zufall spricht, gelle? dankeschön für die liebe Hilfe Josie |
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