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RALF AUWE

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Veröffentlicht am Sonntag, den 04. Februar, 2001 - 23:05:   Beitrag editierenBeitrag drucken

Hallo liebe Freizeitbiologen,

wann liegt bei wechselwarmen Tieren die Körpertemperatur höher als die Umgebungstemperatur? Welche Situation muß eintreten, damit eine Erdkröte eine höhere Körpertemperatur hat als die Umgebung?
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Hummel (Hummel)

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Veröffentlicht am Montag, den 05. Februar, 2001 - 20:00:   Beitrag editierenBeitrag drucken

Hallo Ralf,

die Amphibien mit der Erdkröte haben wohl die gleichen Möglichkeiten, um über die Umgebungstemperatur zu kommen wie die Reptilien und die wirbellosen Insekten:
- Dunkle Farbstoffe (Pigmente} in der Haut ermöglichen eine bessere Aufnahme der Wärmestrahlung.
- Erhöhung der Stoffwechseltätigkeit, eine Eier ausbrütende Pythonschlange kommt mit der Stoffwechselwärme um 7°C darüber.
- Durch Muskelbewegungen wird ebenfalls Stoffwechselwärme erzeugt (machen wir auch, wenn wir frieren; Kältezittern); bei großen Insekten mit Hilfe ihrer Flugmuskulatur. Du hast sicher schon Maikäfer beim "Luftpumpen" beobachtet, dabei wird auch die Körpertemperatur erhöht. Hummeln können früh morgens und spät abends fliegen, wenn die kleineren Bienen da schon klamm werden, Nachtschwärmer erreichen damit eine Körpertemperatur von 47°C.
Die Honigbienen ziehen sich bei der Überwinterung zu einer kugelförmigen Wintertraube zusammen, während die Luft im Stock die Außentemperatur annimmt. Als gemeinsamme Leistung der ca. 5 bis 10 Tausend Winterbienen wird, immer wenn die Temperatur im Kugelinneren auf +15°C sinkt, wieder auf 25-30°C aufgeheizt. In den Randbereichen darf die Temperatur nicht unter +7°C sinken, sonst erstarren die Bienen. Die "Flugmotoren" arbeiten dabei im "Leerlauf", ohne daß die Flügel schlagen. Wenn ihnen der "Treibstoff" (Honig bzw. Zuckersaft vom Imker) nicht ausgeht, überstehen sie bei uns den kältesten Winter.

Gruß
H.

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